“Furcht schaut – Glaube springt!” (Smith Wigglesworth)

„Entscheide nicht darüber, was Gott tun kann, indem du auf das siehst, was du nicht tun kannst.“ (John Lindell)

„Vor 20 Jahren saß ich vor meiner Bibelschul-Bibliothek und redete stundenlang mit meiner Freundin Laura, die heute meine Frau ist. Damals sagte ich zu ihr, es gibt drei Dinge, die ich nicht zu tun vorhabe. Erstens werde ich wahrscheinlich nicht nach Europa zurückkehren. Zweitens werde ich nicht Pastor einer Gemeinde werden und drittens werde ich nie eine Gemeinde gründen. Ich hätte auch sagen sollen, dass ich kein Millionär sein will.“ Diese Worte sprach mein Sohn Mike im Gottesdienst im November, nachdem angekündigt worden war, dass er mir im Januar als Pastor des Gemeindegründungsprojekts FCG Bregenz nachfolgen würde. 

Wenn ich an Mikes Aussage denke, erinnere ich mich lebhaft daran, wie mir als zwanzigjährigem Student der Leiter von Teen Challenge Europa mehrere Male schrieb und fast aufdringlich versuchte, mich als Mitarbeiter zu gewinnen. Nach dem dritten oder vierten Brief (Weiß jemand noch, was ein Brief ist?) schrieb ich schließlich: „Ok, ich werde mich nurfür ein Jahr verpflichten und eine Pause bei meinem Studium einlegen.” Diese Verpflichtung für ein Jahr wurde zu mehr als vier Jahren Mitarbeit bei Teen Challenge und endete in einem lebenslangen Ruf, im deutschsprachigen Europa zu dienen.

Ich bin sicher, viele von uns haben die gleiche Art von Erfahrung gemacht. Ein Pastor sagte mir einmal: „Ich bin froh, dass Gott mich errettet hat von vielen Dingen, die ich in meiner Jugend gesagt habe, dass ich sie nie tun würde.“

Wenn wir jetzt vor einem neuen Jahrzehnt stehen, ist es wichtig, dass wir erwarten, mit Gottes Hilfe neue Dinge zu tun, die wir vorher noch nie angegangen sind. Es macht keinen Unterschied, ob wir dachten, dieses oder jenes werde ich nie machen oder ob wir vielleicht auf eine ganz neue Möglichkeit im geistlichen Dienst blicken. Ich glaube, Gott will, dass du und ich persönliche Glaubensschritte machen, um die großen Werke Gottes zu vollbringen, die Gott gemäß seinem Vorsatz geplant hat (Epheser 2,10).          Lies unbedingt Cary Nieuwhof‘s unten angeführten Beitrag, der den Nagel auf den Kopf trifft, was das Unternehmen neuer Schritte im Glauben angeht.

Wir dürfen nie vergessen, dass wir im Glauben wandeln und nicht im Schauen.

Um im Glauben vorwärts zu gehen, müssen wir kleine und manchmal große Schritte machen. Glaube ist alles andere als etwas Passives.

Rusty Railey schreibt über unsere Reise im Glauben: „Goliath fiel erst, als David  den Stein aufhob und schleuderte. Die Goldmünzen waren erst da, als Petrus  fischen ging. Das Wasser floss erst, als Mose auf den Felsen schlug. Die Mauern Jerichos fielen erst, als die Israeliten sie umrundet hatten. Petrus ging erst auf dem Wasser, als er aus dem Boot gestiegen war.“

Hier sehen wir das Muster: Glaube erfordert Aktion. Du und ich können das nächste Kapitel unseres Lebens nicht neu beginnen, solange wir das alte Kapitel immer und immer wieder lesen.  Wir Menschen sind schon komisch. Wir wollen immer, dass alles anders und besser wird, aber gleichzeitig soll alles beim Alten bleiben. Ganz ehrlich, wir als Leiter tun uns oft sehr schwer mit Veränderungen oder Neuerungen!

Ich muss zugeben, dass es nie leicht für mich war, nach Hause zu kommen und festzustellen, dass meine Frau die Möbel ganz von allein umgestellt hatte. Ich dachte, in meinem Wohnzimmer ist alles großartig, genauso, wie es ist und es kann so bleiben, bis Jesus wiederkommt. Aber im Nachhinein musste ich immer feststellen, dass die neuen Schritte, die  Mechthild unternommen hatte, ein viel schöneres Wohnzimmer hervorgebracht hatten.

Bitte vergiss nie – weder im Hinblick auf dich selbst noch auf deine Gemeinde, dass Gott uns hierhin gestellt hat für eine Zeit wie diese. Es ist kein Zufall, dass du in dieser (seiner) Gemeinde dienst.  Gott beginnt jetzt mit “wo wir sind” und “was wir haben“.  Wir müssen nicht auf jemanden von irgendwo warten! Wir sollen handeln! Leider gibt es viele alte Geschichten, die unser gegenwärtiges Dasein negativ belasten. An meiner Vergangenheit kann ich nichts ändern, an meiner Zukunft eine Menge!

„Oft ist ein Schritt aus deiner Komfortzone nicht leichtsinnig und unverantwortlich, sondern ein notwendiger Gehorsamsschritt.“ (Andy Stanley)

Denkt daran, wir haben uns nicht selbst den Lauf unseres Dienstes ausgesucht, sondern Gott ist unsere Inspiration und Er hat uns Schritt für Schritt an den Ort geführt, an dem wir uns heute befinden. Ich mag die Worte von Samuel an das Volk Israel:  „Bis hierher hat uns der HERR geholfen.“ (1. Samuel 7,12b)

Sag ja zu Gottes Plan! Lass nicht die Träume sterben, die Gott dir für dein Leben und deine Gemeinde gegeben hat.

„Deshalb bin ich auch ganz sicher, dass Gott sein Werk, das er bei euch begonnen hat, zu Ende führen wird, bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus kommt.“ (Philipper 1,6)

Ich wünsche dir und deiner Familie Frohe Weihnachten und einen gesegneten Start in das Jahr 2020.

Paul

P.S.   Fragen für den Austausch mit deiner Gemeindeleitung in Bezug auf 2020


Save the date!

Tagesforum am 17.06.20 in Bregenz und am 24.06.20 in Grünstadt

Thema: Deine Kirche, deine Vision – relevant für heute!

Gastreferent: Friedhelm Holthuis 

Hier alle Infos!


7 Wagnisse, die jeder Leiter eingehen sollte

Carey Nieuwhof


Die Freude des pastoralen Dienstes

Darryl Dash


In eigener Sache: Es gibt Neuigkeiten!

Paul Clark


in Wort, dass du in der Predigt vermeiden solltest

Jason Allen

„Abschließend“ oder „zum Abschluss“ zu sagen signalisiert deinen Zuhörern, die Bibel zu zuklappen und über das Mittagessen nachzudenken. Daher ist es besser, ihnen nicht mitzuteilen, dass du dich dem Ende der Predigt näherst; beginn einfach mit dem letzten Teil. Predigten sollten mit einem Schlag enden. Den Abschluss anzukündigen sorgt eher dafür, dass es im Sande verläuft.

Wie auch immer, es gibt nur eine Sache, die schlimmer ist, als deine Ankündigung, die Predigt zum Abschluss zu bringen. Das ist die Ankündigung des Abschlusses und dann nicht abzuschließen. Wenn du das tust, werden deine Zuhörer nicht nur den Rest der Predigt nicht mehr hören, du verlierst sogar (wenn du es oft tust) deine Glaubwürdigkeit.


 Es gibt keine Mindestgröße für eine Gemeinde, damit sie lebensfähig und effektiv ist.

 Karl Vaters


Mein Freund Nate ist Administrator einer Facebook-Gruppe mit 400 Pastoren und hat neulich gepostet: „Nimm dir diese Woche Zeit und rufe jemanden an, einen Kollegen, und ermutige ihn, bete für ihn und segne ihn. Du musst ihn gar nicht persönlich kennen. In den vergangenen Wochen habe ich mit einigen entmutigten Pastoren geredet. Wir müssen einander tragen und stärken.“: „Nimm dir diese Woche Zeit und rufe jemanden an, einen Kollegen, und ermutige ihn, bete für ihn und segne ihn. Du musst ihn gar nicht persönlich kennen. In den vergangenen Wochen habe ich mit einigen entmutigten Pastoren geredet. Wir müssen einander tragen und stärken.“

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