„Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen Recht machen zu wollen.“ (Plato)

„Wenn du willst, dass dich jeder gern hat, dann werde Eisverkäufer! Und versuche auf keinen Fall eine seit Jahren sich rückwärts entwickelnde und in Traditionen verstrickte Gemeinde zu erneuern.“ (Ed Stetzer)  

In unserer ersten Gemeindegründung im Bundesstaat Michigan stand an einem Sonntagmorgen eine Frau auf und sagte: „Wir sollten heute unserem Pastor und seiner Frau einen Applaus geben, denn sie tun einen fantastischen Job als Leiter dieser Gemeinde!“ Mechthild und ich empfanden es als ein wenig peinlich, als die gesamte Gemeinde uns dann einen lang anhaltenden Applaus gab. Ganze sechs Tage später rief mich die gleiche Frau an, um mir (an einem Samstagabend) mitzuteilen, dass Gott sie und ihre Familie in eine andere Gemeinde geführt hätte.

Ich erinnere mich auch sehr lebhaft daran, wie in unserer Gemeindegründung in Saarbrücken eine Handvoll Geschwister aus Unzufriedenheit über die Entwicklung der Gemeinde „weitergezogen“ sind, was natürlich indirekt mit meinem Leiterschaftsstil zu tun hatte. Genau zu diesem Zeitraum predigte bei uns an einem Sonntag ein Freund, Pastor einer Gemeinde in München, und alle Anwesenden waren stark gesegnet. Dieser Bruder war für mich ein echtes Vorbild, denn ich erkannte, dass er ein viel besserer Lehrer war als ich und scheinbar auch eine viel angenehmere Art hatte, mit Menschen umzugehen. An diesem Wochenende empfand ich tief in meinem Herzen, dass ich gerne so wäre wie dieser Bruder aus der bayerischen Landeshauptstadt.

Wie erstaunt war ich, als er mir einige Monate später erzählte, dass mehrere seiner besten Mitarbeiter die Gemeinde in München verlassen hatten – wegen seines Lehr- und Leiterschaftsstils! Dieser Vorfall lehrte mich eine wichtige Lektion, die der dritte US Präsident Thomas Jefferson so beschrieb: „Du kannst es nicht immer allen Menschen gleichzeitig recht machen.“

Für uns als Leiter ist es eine solche Freude, wenn wir sehen, wie Gott durch seine Kinder in der Gemeinde Großes wirkt. Manchmal kommt es aber auch vor, dass wir in dem gleichem Maß Herausforderung und Enttäuschung erleben. Wenn man den Bericht von Paulus über seine eigene Leiterschaftsreise im 2. Korintherbrief 6,3–9 und 11,16–33 liest, kommt man schnell zu dem Schluss, dass „Leiten“ oft „Leiden“ bedeutet.

Täglich werden wir mit Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert, doch unsere Berufung bleibt fest verwurzelt in dem Herrn und wir hören nicht auf, die Männer und Frauen, die Gott uns anvertraut hat, zu begleiten.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass mich in Zeiten von Gemeindekrisen hauptsächlich ein Lebensstil von Lobpreis und Anbetung durch getragen hat. Was um mich herum geschieht, darf keinen negativen Einfluss auf die Qualität meiner persönlichen Anbetung zu Gott haben.

Wenn wir nicht einen Lebensstil des Lobpreises und der Anbetung entwickeln, dann tendieren wir dazu, alles im Leben aus menschlicher Perspektive zu betrachten statt aus Gottes Perspektive. Gott nicht zu lobe bedeutet, wir geben einem anderen Lob.

Rick Warren hat vor Kurzem gepostet: „Die tiefste Form der Anbetung ist Gott zu preisen trotz Schmerz, Gott zu danken in Anfechtung, Ihm zu vertrauen wenn wir versucht werden, uns Ihm hinzugeben wenn wir leiden und Ihn zu lieben, auch wenn er fern erscheint.“

Ich glaube, dass wenn wir uns durch die verschiedenen Herausforderungen in unserem Leiterschaftsleben in einer Gott gefälligen Art und Weise hindurcharbeiten, dann werden wir auch unsere Gemeindemitglieder stark beeinflussen. Sie werden erkennen, wie wichtig es ist, sich allein auf Gott zu fokussieren, egal was um uns herum geschieht.

Unsere Mitmenschen werden mehr davon berührt, wie wir selbst in Krisenzeiten reagieren als durch das, was wir sagen. Worte sind manchmal recht billig und oberflächlich; Taten sprechen lauter als Worte!

Möge unser Leben wie ein angenehmer Brief sein, den unsere Mitmenschen lesen und mögen wir Männer und Frauen in unserem Umfeld dazu ermutigen, all dem nachzujagen, was Gott für sie bereithält.

Hier mein und unser „Missions Statement“:

„Nur wer mir, Gott, vertraut, wird leben. Wer aber zurückweicht und aufgibt, an dem werde ich keinen Gefallen finden. Doch wir gehören nicht zu denen, die zurückweichen und verloren gehen. Wir gehören zu denen, die am Glauben festhalten und das ewige Leben gewinnen.“ (Hebräer 10,38-39 HFA)

Zum Schluss ein Segenswort für uns alle:

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ (Römer 15,13)

In Ihm verbunden,

Paul Clark

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Feedback zum Forum E-Letter von Juli 2016 – „Unvermeidbare Risiken“

Ja so ist es, wer Gemeinde bauen möchte, ob neu oder verkalkt, muss viel wagen und mutige Schritte nach vorne tun, damit das Blut Jesu gut zirkulieren kann. Er ist die Spitze, die am meisten abbekommt, ob Gegenwind und Widerstand, aber auch Zustimmung und Begeisterung (wenn es gut läuft). Alles in allem ist es Gottes Sache – es ist sein Leib, wir haben den Auftrag ihn gut zu ausführen! 1.Petr.4,10  (Pfarrer Bernfreid Schnell, EmK Bregenz)

Bitte Vormerken!

FORUM TAGESSEMINAR MIT ANDREAS TIMM
15. Mai 2017 Speyer / Mannheim Region
16. Mai 2017 Kreuzlingen / Konstanz Region
Thema: „Spannungsfelder in Gemeindebau“

„Es ist ganz einfach!“ wird uns auf Konferenzen, in Büchern oder durch erfolgreiche Gemeindemodelle vermittelt. Aber wie lebe ich als Pastor und Leiter mit den unumgänglichen Spannungsfeldern des Dienstes? Wie bleibe ich authentisch glaubwürdig zwischen Anspruch und Realität? Wie halte ich es aus zwischen dem „Ist-Zustand“ und der „Vision“? Wie navigiere ich durch die Veränderungsprozesse des Gemeindelebens? Was ist, wenn alles anders kommt, als es geplant war? Woher weiß ich, den „Gott-Faktor“ und den „Leiter-Faktor“ zu unterscheiden? Wie verarbeite ich Enttäuschungen, Verrat und Verluste?

“Ein guter Anfang braucht Begeisterung, ein gutes Ende Disziplin” war das Motto der DFB Nationalmannschaft bei der WM 2014. Dieses Seminar möchte helfen Spannungsfelder im Dienst recht einzuordnen und mit der nötigen Disziplin zu meistern! Hier mehr Info!

Ja, ich bin voreingenommen, das gleich zu Beginn!

Ich halte die Gemeinde Jesu nämlich für eine geniale Erfindung Gottes. Gut, auch ich könnte eine lange Liste anführen, was zu verbessern wäre, was stört oder überhaupt. Aber die Gemeinde Jesu ist der Ort, wo ich von Christus gehört, Gott als Vater liebgewonnen, Gottes Geist empfangen und die Gemeinschaft des Glaubens erfahren habe. Wie sähe unser Glaube aus ohne die tragenden Netze unserer Gemeinde? Wie unsere Liebe ohne die Unterstützung der anderen dort? Wie unser Hoffen ohne ihre Ermutigung? Die Gemeinde ist die Kinderstube für neue Christen, die Ausbildungsstätte für das Leben in der Nachfolge, das Asyl der Unterdrückten. Sie trägt die höchste Auszeichnung dieser Welt: In ihr als seinem Leib ist der Erlöser gegenwärtig.
(Hans-Hermann Pompe, IdeaSpektrum, 13. Juli 2016, Seite 3)

Lachen tut so gut!

09 Humor

 

 

 

 

 

 

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