Thom Rainer

Jedes Mal, wenn ich irgendetwas schreibe, das mit Gemeindegrößen zu tun hat, löst das eine Diskussion über die beste Gemeindegröße aus. Das geschah auch letzte Woche, als ich ein paar positive Worte über kleinere Gemeinden schrieb. In der Vergangenheit war das auch so, wenn ich über Megagemeinden schrieb.

Wir brauchen alle Gemeinden. Alle Größen von Gemeinden. Wir brauchen mehr Gemeinden. Es heißt nicht entweder / oder. Es heißt sowohl / als auch. Gestattet es mir, sieben Gründe aufzuzeigen, warum eine Debatte über Gemeindegrößen sinnlos ist.

1 Gesundheit von Gemeinde und Größe von Gemeinde sind nicht gleichbedeutendEs gibt viele gesunde, kleine Gemeinden. Es gibt viele gesunde, große Gemeinden und Megagemeinden. Und es gibt viele ungesunde Gemeinden in jeder Größe.

2 Konflikt ist nicht einzigartig für eine bestimmte Gemeindegröße.  Konflikte kommen tatsächlich in jeder Gemeinde vor. Manchmal sieht man den Konflikt deutlicher in kleinen Gemeinden, weil jeder jeden kennt. Aber das bedeutet nicht, dass es in größeren Gemeinden keine Konflikte gibt. Dort können sie sogar noch intensiver sein.

3 Kategorische Aussagen schaden dem Leib Christi. „Alle Pastoren von großen Gemeinden interessieren sich nur für die Zahlen.“ „Wenn eine kleine Gemeinde tun würde, was sie tun soll, wäre sie nicht so klein.“ Solche kategorischen Aussagen tun nichts Gutes. Tatsächlich schaden sie. Warum sollten wir überhaupt an solchen Gesprächen teilnehmen?

4 Der Leib Christi ist unterschiedlich. Das ist gut. Im 1.Korinther 12 lobt der Apostel Paulus die Unterschiedlichkeit der einzelnen Glieder des Leibes Christi. Genauso gibt es Unterschiedlichkeit in den Versammlungen, die zu seiner Ehre wirken.  Manche dieser Gemeinden sind nur klein. Einige haben mittlere Größe. Einige sind groß und manche megagroß.

5 Das Sterben von Gemeinden hat nichts mit der Gemeindegröße zu tun.  Offensichtlich wird eine Gemeinde auf dem Weg zum Sterben kleiner. Aber das bedeutet nicht, dass die Gemeindegröße der Grund für das Sterben ist. Es bedeutet einfach, die Gemeinde wird kleiner, wenn sie auf null zugeht.

6 Treue und Gehorsam sind für alle Gemeindemitglieder vorgeschrieben.  Überlasst  Gott die zahlenmäßigen Resultate. Er kann es so führen, dass eine Gemeinde sehr groß wird. Oder er führt eine Gemeinde vielleicht so, dass sie eine Standardgröße erreicht unter den Kirchen des Ortes. Keine Größe ist von sich aus gut oder schlecht.

7 Es wäre wunderbar, wenn Gemeinden in gleichem Maß zusammenarbeiten würden, wie sie einander kritisierenUnsere Gesellschaft wartet vielleicht darauf zu sehen, ob wir Gemeinden (Kirchen) bereit sind zusammenzuarbeiten, bevor sie entscheiden, ob sie uns überhaupt aufnehmen wollen.

Gott gibt uns kleine Gemeinden. Gott gibt uns Gemeinden von mittlerer Größe. Gott gibt uns große und sehr große Gemeinden. Sie sind alle Teil seines Plans. Hören wir doch auf, einander zu kritisieren und fangen wir stattdessen an zusammenzuarbeiten.

Wir werden überrascht sein, wie Gott uns dann gebrauchen wird.

Hier kannst du den Originalartikel auf Englisch lesen!

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